#1 Der Verteiler unsres Seins von Amando Draconi 14.07.2014 15:21

Einen gibt es, der es tut.
Der, dem ist die große Macht.
Schafft mal mit Freude, mal mit Wut,
doch jeden Tag und jede Nacht.

Je nach Laune wird gelingen,
was er dort auf Haufen schmeißt.
Er muss ja nur zusammen bringen,
was später einmal "Leben" heißt.

Mal wirft er Krankheit auf den Haufen.
Mal großes Pech, mal kleines Glück.
Vor Anstrengung hört man ihn schnaufen,
denn auch von sich ... gibt er ein Stück.

Was wirft er denn? Wer ist er nur?
Sag welches Wesen schafft denn Leben?
Wer reiht die Tage auf die Schnur?
Wer kann den Herzschlag geben?

Er tätschelt, streichelt ... und er quält,
er nimmt und gibt die Zeit.
Er ist's der unsre Tage zählt,
füllt sie mit Freude oder Leid.

Mancher Haufen taugt nicht lange,
für das was "Leben" er dann nennt.
Und Tränen feuchten seine Wange,
weil er des Häufleins Schicksal kennt.

Andre Haufen werden bleiben,
eine läng're Zeit auf Erden,
finden Heimat, oder treiben,
weil niemals sie geliebt dann werden.

Sein Tagwerk ist niemals vollbracht,
von Neuem muss er stets beginnen.
In seinen Händen stets erwacht,
ein Leben ... und es wird verrinnen.

Auf einen Haufen wirft Zeit.
Knochen wirft er auch dazu.
Freude auch ... und trotzdem Leid,
Fleisch, Herz, Blut ... ja, das bist du.





(© copyright by Michael Losert, Amando, Ritter zur Altebur Draconi 2014)

#2 RE: Der Verteiler unsres Seins von 25.07.2014 11:13

Lieber Micha, so kann man es auch sehen.

GLG Barbara

#3 RE: Der Verteiler unsres Seins von Amando Draconi 25.07.2014 12:28

ja... ich glaube das kommt dem Wirklichen recht nah...

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