#1 Ein Rest Mensch von Amando Draconi 16.07.2014 09:08





Gelacht, geliebt, gefreut, gesungen,
hat dieser Mensch stets voller Freude.
Doch das Lachen ist verklungen ...
nur eine Hülle ist er heute.

Durcheinander der Gedanken,
Ziffern, Worte, gar kein Sinn.
Das Denken will um Nichts mehr ranken,
Verstand, er plätschert sinnlos hin.

Verständnisloser, leerer Blick.
Stammelt Worte, doch kein Satz.
Zunge lahm, und kein Geschick.
Im Kopf ... für nichts mehr Platz.

Essen, Trinken, dann nur Schlaf.
Wache Momente, voller Zorn.
Gnadenlos, das Schicksal traf,
wie tief im Fleisch, giftiger Dorn.

Die, die einst er hat geliebt,
die ... die ihn noch immer lieben,
sind's denen er Hass nun gibt,
doch sie ... sie sind ihm lieb geblieben.

Wirr sein Denken, dunkle Pfade.
Instinkte nur die meiste Zeit.
Im Kopf wie eine große Made,
ist ein Gehirn, und bringt nur Leid.

Doch es taugt noch um zu leben.
Lässt atmen ihn, pumpen das Herz.
Kann kein Lächeln ihm mehr geben,
doch taugt, dass fühlen kann er Schmerz.

Moment, so gnadenlos entschied,
dass er lebt ... und trotzdem stirbt.
Verklungen in ihm jenes Lied,
das Liebe singt ... und Freude gibt.

Wer und was er früher war,
starb mit diesem Schicksalsschlag.
Sein Verstand, der einst so klar,
fort ist er seit jenem Tag.

Leser, dir kann's auch geschehen,
drum schenk Freud', solang es geht.
Schnell, so schnell kann's dir gehen,
dass auch dein ... Verstand verweht.


(© copyright by Michael Losert, Amando, Ritter zur Altebur Draconi 2014)

#2 RE: Ein Rest Mensch von 25.07.2014 11:10

Ein grausames Schicksal, das als Letztes nur die Emotionen übrig lässt, bevor der Mensch, der er einmal war ganz erlischt. Ja man sollte die Zeit nützen, die man hat.

GLG Barbara

#3 RE: Ein Rest Mensch von Amando Draconi 25.07.2014 12:29

Danke dir... ja, die Meisten nutzen es nicht... leider...

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