#1 Polargefühl, der Tod im Eise von Amando Draconi 25.06.2015 08:43

Ein kleines Stück nur fort vom Sterben,
Nackt ... die Haut ist schon ganz blau.
Polarluft bringt dir das Verderben,
du stirbst in Schmerz, weißt's ganz genau.

Steif die Finger, tot die Zehen,
fast zu Eis bist du geworden,
willst in die Anderswelt nun gehen,
die Kälte soll dich endlich morden.

Polargefühle morden Lachen,
morden die Liebe und das Glück.
Polargefühle ja sie machen,
dich zu Eis, ja Stück für Stück.

Ich stand ganz nackt im Sturm aus Eis,
fast tot und schwarz war meine Haut.
Kälte schmerzhaft, fast schon heiß,
erfror'ne Lippen, Mund, kein Laut.

Dann fand im ew'gen Eis ich Kleider.
Gesteppte Unterwäsche, Socken.
Hose, Pulli, suchte weiter,
Schal und Stiefel, warm und trocken.

Das Gefühl kam langsam wieder,
der Schmerz, er wich aus Fuß und Hand.
Und meine fast schon toten Glieder,
gehüllt in Kleidung die ich fand.

Polargefühl, doch nur im Herzen,
so ist bei mir so lang gewesen.
Kälte biss, so schlimme Schmerzen,
bis ich in deinem Blick gelesen.

Daunenmantel bist du mir,
Handschuh' auch und warmen Socken,
Polargefühl ... geht fort von hier,
konntest mich zur Sonne locken.

Seit du da bist, ist es warm.
Nackte Haut kann wieder glühen.
Ich halt für immer nun im Arm,
mein Liebstes, schönes Funkensprühen.

Ich kann nun wieder Wärme geben,
gebe hin sie gern für dich.
Mit dir kann ich in Sphären schweben,
wo's keine Kälte gibt für mich.


(© copyright by Michael Losert wechselselbigem Amando, Ritter zur Altebur Draconi 2015)

#2 RE: Polargefühl, der Tod im Eise von barmari 25.06.2015 09:23

Wie wunderschön hast Du den Zauber der Liebe beschrieben. So etwas lese ich gern von Dir und freue mich für Dich.

Lasst es glühen.

Barbara

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