#1 Das Dunkel von Amando Draconi 18.08.2015 08:25

Sterne, kann ein Paar nur sehen,
Wolken nehmen mir die Sicht.
Kein Wind kommt um sie zu verwehen.
Nein, sie vergehen nicht.

Die Wolken werden immer dichter,
drohend zieht sich alles zu.
Verschwommen nur noch Himmelslichter,
ein Wind regt sich im Nu.

Ein letzter Stern sagt "lebe wohl",
dann ist es dunkel über mir.
Ich fühle mich verbraucht und hohl,
was mache ich nur hier?

Um mich herum schweigt nun das Leben,
in Dunkelheit ist es erstickt.
Drohende Augenpaare schweben,
vom Dunkel sind sie mir geschickt.

Kommt nur, kommt, so denke ich...
Was wollt ihr mir schon tun?
Kommt, nicht wehren werd' ich mich,
s'ist Zeit sich aus zu ruh'n.

An meinem Rücken, wie ein Schauer,
kriecht die Dunkelheit herauf.
Der leichte Wind wird merklich rauher.
Komm Schicksal nehme deinen Lauf.

Schwäche wird nun schnell gefunden,
die Dunkelheit dringt in mich ein,
öffnet wieder alte Wunden,
sie werden voller Eiter sein.

Entzündet schmerzen alte Narben,
die mit dem Schwert aus Hass geschlagen.
Das Dunkel frisst nun alle Farben,
aus schönen, guten Sommertagen.

Der Wind verstummt, die Seele fliegt.
Die Sterne sieht man wieder.
Die Dunkelheit hat mich besiegt.
still sinkt sie auf mich nieder.




(© copyright by Michael Losert wechselselbigem Amando, Ritter zur Altebur Draconi 2015)

#2 RE: Das Dunkel von barmari 18.08.2015 09:46

Oh weh, schwarze Gedanken. Sie mögen der weichen und der Helle Platz machen.

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