#1 Das Wunderwerk von Hartmut 02.07.2018 20:09

Das Wunderwerk

Des Lebens Ursprung und die Quelle
ist am Beginn nur eine Zelle.
Befruchtet – ohne zu verweilen,
beginnt sie sich dann schnell zu teilen.

Daraus wird in kleinen Sprüngen
vielleicht ein Wunderwerk gelingen.

Ob dies so kommt liegt an Faktoren,
die jedem Leben angeboren.
Zum anderen ganz ungemein,
wird auch die Umwelt wichtig sein.

Einen starken Willen gib hinzu
und wir hätten schnell im Nu,
einen Menschen rein wie Stahl,
vergleichbar einem Ideal.

Versucht man diesen nun zu klonen,
wären alle Erdenmenschen gleich,
die dann auf unser'm Globus wohnen.
Was wär' dies für ein Menschenreich !

Es entsteht perfekt im Stil
schön, gehorsam und steril
eine ganz besondere Sorte,
ein Menschenkind aus der Retorte.

Dies menschliche Gebaren
birgt Gutes - aber auch Gefahren.
Wie wir als Nächstes unten seh'n,
nimmt Klonen Einfluß auf's Geschehn.

Alle Männer – welch ein Graus,
säh'n wohl wie George Clooney aus.
Auch die Damen – welch ein Leiden
wär'n nicht mehr zu unterscheiden.




So könnt' ein Mann in seinen Trieben
einfach alle Frauen lieben.
Doch halt – diese kann man ja jetzt schonen,
Vermehrung geht ja nun durch Klonen.

An Drogen könnt' man sich berauschen,
flippt jemand aus , so wär' er auszutauschen.
Nur Fohsinn, eitle Heiterkeit
macht sich auf der Erde breit.

Fehlerfrei läuft das Gehirn,
Schweiß tropft von der hohen Stirn.
Mit Eifer lernt man in der Schule,
nirgendwo gäb' es mehr Schwule.

Vergeblich sucht man Emotionen,
der Klon kann seine Nerven schonen.
Die braucht er nur – ganz nebenbei
für Spaß und Jux und Tollerei.

Es zehrt die Welt von medizinischen Versprechen,
vorbei der Frust vor menschlichen Gebrechen.
Zwar sind so die Gefühle kalt,
doch Mensch wird 150 Jahre alt.

Kein Bösewicht wird andere quälen,
es gäb' nur Gutes zu erzählen.
Alle würden ähnlich denken,
dasselbe zum Geburtstag schenken.

Und daheim, beim abendlichen Kochen
wird dem Ehemann nicht widersprochen.
Oh, welch traute Einigkeit,
Eden ist jetzt nicht mehr weit.

Wär' das eine Welt so heile,
überall nur Langeweile,
obwohl alle ohne Unterlaß
haben einen Riesenspaß.





Kaum einer lacht noch mit dem Munde spitz
über einen derben Witz.
Vornehm geht die Welt zugrunde
heißt's vor der Menschheit letzter Stunde.


Mal ehrlich – wären so ein Klonen
erstrebenswerte Top-Optionen ?

Ich möcht' doch lieber eine krumme Nase,
vielleicht auch lange Ohren wie ein Hase
und würd' gern auch über Nichtigkeiten
trefflich mit meinem Weibe streiten.

Dies ist das Salz in unserer Suppe,
alles and're ist mir Schnuppe.
So bleibt am Ende der Vermerk:
Hoch lebe unser Wunderwerk !

Alsdann wär noch anzufügen:
Soll't man mal auf dem Friedhof liegen,
auch das Grab wär unison,
denn hier liegt ja nur ein Klon.



© Hartmut Otto

#2 RE: Kein Wunderwerk von Harald 02.07.2018 20:37

,Der Schöpfer bastelte gar viele Stunden
damals als er den Menschen erfunden.
Er baute ihn sehr kompliziert
wodurch uns heut´ manch´ Krankheit ziert.
Es stand ihm damals zu der Zeit
nicht jedes Material bereit.
Für Dinge, die heut´ fast Verschwendung,
hätte damals er Verwendung.

Er könnte viel, von Kopf bis Zehen,
auf Schrottplätzen sich heut´ erstehen.
Leider konnte er nur verwenden
Teile die er gerad´ zu Händen.
Heute würd´ er manche Sachen
irgendwie doch anders machen.

Er nahm Beine, anstatt Räder,
denn die gab es erst viel später.
Hätte er damals Eisenerz
wär´ aus Eisen Nier´und Herz
und selbst auf Zähnen, die aus Eisen,
könnten wir viel länger beißen.
In den Kopf,statt Hirnesmassen,
würde ein Computer passen.
An Gelenken wär´n Motoren,
die gesteuert durch Sensoren,
alles dann zentral-geschmiert,
Top-Funktion so garantiert,
damit der Kerl durch deren Kraft
selbst die größte Steigung schafft.
Alle Ärzte wär´n entbehrlich,
das Leben wär nicht mehr gefährlich,
reparieren könnt somit
jederzeit ein Eisenschmied.

Dies bedacht, nach langem Rat
schritt er handwerklich zur Tat.
Er möchte nun ein Menschen schaffen
etwas mehr entfernt vom Affen.

Alles er sich nun besorgt
teilweise von "OBI" borgt.
Wie oben angeführt,genau,
bastelt er jetzt Mann und Frau.
Der Herrgott es sozialer findet
wenn nicht allein die Frau entbindet.
Er möchte,dass mit gleichem Recht,
auch wird dem Mann neun Monat schlecht.
Der Manne soll,so er entschieden,
seine Kinder selber schmieden,
denn bei der Liebe,welch Schlamassel,
wär es nur noch ein Gerassel
und der Karosseriebereich
wär ´nem Autounfall gleich.
Jeder hätt` am Bleche Beulen
und statt stöhnen würd´ man heulen,
weil neuer Mensch ist nicht mehr weich,
ist vieles anders im Vergleich.

Auch entstehen trotzdem Kosten,
wenn gewisse Teile rosten
und wie damals schon die Ritter,
lebt man gefährlich bei Gewitter
denn es könnte schon mal sein,
dass ein Blitze schlaget ein.
In solchem Falle der nur kichert
wer bei Allianz versichert.

Weil Herrgott hat alles genormt
nun jeder an sich feilt und formt.
Mancher, der sein Bauch nicht mag,
verformt ihn jetzt mit Hammers Schlag
und Frauen, die sich selbst nicht leiden,
hämmern ihre Oberweiten
so dass der neue Mensch, vielleicht,
bald dem Alten wieder gleicht
und er, wo wurd´ neu erschaffen,
mehr denn je gleichet den Affen.

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