#1 Das Ebenbild Gottes von Hartmut 05.07.2018 08:34

Das Ebenbild Gottes

Gott schuf die Erde in 7 Tagen
und schon ergaben sich die ersten Fragen.
Was führte der Göttliche im Schilde,
den Menschen zu schaffen nach seinem Bilde ?

Ob Adam und Eva – ungleich wie diese,
sich würden vertragen im Paradiese ?
Was hat die Versuchung für eine Bewendnis -
in Eden zu naschen vom Baum der Erkenntnis ?

Im Paradies – wir hör'n es mit Staunen,
hat des Menschen Natur schon ihre Launen.
Der Herr sieht nun täglich gelinde,
seine selbstgemachte Sünde.

Etwas später bei Kain und Abel
oder gar im Sündenbabel
erleben wir Menschen in Pein und Qual
und ohne wirkliche Moral.

Verroht und verkommen waren die Sitten,
da half kein Flehen und kein Bitten.
Und Gott - dem unendlich Braven
blieb nur, das Sodom und Gomorra zu strafen.

Dann ward der Gottessohn geboren,
der fügsam dafür auserkoren,
das Erdendasein zu versüßen
und für des Menschen Schmach zu büßen.

Um schließlich am Kreuze zu verkünden:
Herr, vergib' ihnen ihre Sünden,
sie sind gegen das Gute immun
und wissen nicht, was sie tun.

Wir fragen am Berge Golgatha mit Graus:
Sieht so das Spiegelbild Gottes aus ?
Mit der Fahrt in den Himmel
folgt nach ein heiliges Kirchengebimmel

Christen werden den tapferen Sohn,
oftmals diesem selbst zum Hohn,
hoch auf den ehernen Thron erheben
und selber doch lieber in Sünde leben.

Doch zunächst bringt in Rom mit Listen
der Kaiser um die ersten Christen.
Um später – weil Macht zu erhalten,
eine Staatsreligion zu entfalten.

Solch' Macht korrumpiert den geistlichen Ton
und suhlt in den Qualen der Inquisition.
Manch' kluge Idee mit dem Autor zusammen
stirbt so einen Tod in züngelnden Flammen.

Erschüttert voll Scham von dem so Erreichten,
gibt man dem Menschen die Bütt' zum Beichten.
Ganz gleich, ob raffen, morden oder gar hassen,
die Sünden werden per Entgelt erlassen.

Jetzt können vom Altar Fanfaren tönen,
jeder nur seinem Laster frönen;
Und bricht die Welt dabei entzwei,
oh, Herr im Himmel – dies verzeih !

Das Kreuz mit blutig bewehrter Hand,
zieht so gesegnet ins heilige Land,
um im Namen des richtigen Glauben
die noch friedlichen Völker auszurauben.

Aufgeklärt und in wissendem Ton
ruft man viel später nach Revolution.
Und diese hat – fast schon vergessen,
schnell ihre Kinder aufgefressen.

Lang ist dies her – meint mancher verwundert,
vergessen die Greuel im letzten Jahrhundert.
Selbst ein Blick in unsere heutige Zeit
läßt ahnen - Elysium ist noch Äonen weit.

Hier die Moral von der Geschicht':
Traue deinem Nächsten nicht -
solange Mißgunst, Gier und Neid
den Andern bringt in Not und Leid.

Erst wenn auch für den Letzten gilt,
ich bin doch Gottes Ebenbild,
können rings auf Erden
alle Menschen Brüder werden.


P.S. :
In Europa hat man unterdessen
manch Christliches zu tun vergessen.
Hört man die Hymne, bleibt zu unken,
welch‘ Freude – schöner Götterfunken.



© Hartmut Otto,
2012

#2 RE: Das Ebenbild Gottes von Harald 05.07.2018 12:46

Fehlkonstruktion

Er gab dem Menschen den Verstand
und schuf als Krönung ihm die Hand
mit der der Mensch oft mit Entsetzen
Gedanken kann in Tat umsetzen
dabei mit grauenvoller Lust
dem Schöpfer in sein Handwerk pfuscht
denn viele grausame Gedanken
kennen menschlich keine Schranken.

Mit Sicherheit es meistens knallt
wird diese Hand zur Faust geballt
und wenn das Hirn falsch funktioniert
die Hand mit Lust das Schwerte führt.

Hätte der Schöpfer dies bedacht
hätt´ er den Mensch anders gemacht.
Er hätt´ das Hirn,ähnlich dem Affen,
sehr viel kleiner wohl geschaffen
dann wär im Einklang zur Natur
der Mensch ein dummes Tierchen nur.
Trotzdem gibt mancher sich die Blöße
zeigt Hirn in etwa Erbsengröße.

Der Schöpfer war besonders gnädig
bei denen die politisch tätig.
Da hat er´s Hirn so konstruiert
dass es nur teilweis´ funktioniert
vor allem dann wenn´s darum geht
wie man Diäten sich erhöht,

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