#1 Es streift ein Hauch... des Endes Lüftchen von Amando Draconi 24.03.2009 12:36

Fühlst Du ihn in Deinem Nacken?
Fühlst Du den kalten Schauer auch?
Fühlst Du es, er will Dich packen?
Fühlst Du des Schwarzen kalten Hauch?

Wohlan, Du sollst ihm stolz begegnen,
kriech’ nicht vor ihm und stehe grad’.
Auch wenn Deine Tränen regnen,
sei aufrecht, wenn die Sense naht.

Oh Mensch, vergänglich ist Dein Sein.
Oh Mensch, der Tod zieht durch das Land.
Oh Mensch, er kommt, du bist allein.
Oh Mensch, verrinnt Dein Lebenssand.

Wenn sein Atem streift Dich zart,
dann ist’s Ende Deiner Tage.
Sein Griff Dich fasst, so knöchern, hart,
dann schwindet sie, des Lebens Plage.

Fühle nun, es stockt die Zeit.
Fühle nun, es ist Ganz leicht.
Fühlst Du es? Ja sei bereit,
Fühlst wie das Leben schnell entweicht.

Ziehe friedlich nun von Dannen,
Trage aufrecht nun Dein Haupt.
Siehst nun nie mehr der Heimat Tannen,
Wenn Gott den Eintritt Dir erlaubt.

Oh Mensch, so groß ist Gottes Zelt.
Oh Mensch, dein einstig Bild verblasst.
Oh Mensch Du schwebst von dieser Welt.
Oh Mensch, der Schwarze hat dich angefasst.


(© copyright by Michael Losert 2009)

#2 RE: Es streift ein Hauch... des Endes Lüftchen von bulky55 24.03.2009 21:08

Mich friert es mal wieder bei diesem Gedicht lieber Micha.....
aber

#3 RE: Es streift ein Hauch... des Endes Lüftchen von Amando Draconi 27.03.2009 14:15

Hallo liebe Gudrun,
ein Hauch im Nacken, der dich Schauern lässt,
was kann es für ein größeres Lob geben für mich, der ich diesen Hauch nur in Worte kleiden konnte?
Danke dir für die Gewissheit, dass Worte Magie sein können...

LG
Micha

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