#1 Bettler der Worte… von Amando Draconi 09.11.2009 13:40

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In Lumpen ist er eingehüllt,
geschunden ist sein Leib.
Ein Leben leer und unerfüllt,
verlor sein Kind, sein Weib.

„Eine milde Gabe gebt“
Das, nur das ist sein Begehr.
Doch in seinen Augen lebt,
noch Süße, wie ein Wein so schwer.

Denn nicht Geld ist’s was er will,
nein, Mammon ist es wirklich nicht.
Drum höre zu, ja sei ganz still,
wenn der alte Bettler spricht.

Worte, ja um Worte fragt,
der Bettler mit der zitternd’ Hand.
Und jedes Mal wenn es neu tagt,
schreibt er die Worte, die er fand.

Bettler der Worte, - lumpenverhüllt,
streck die Hand aus, sammle ein,
dein Leben ist reich und erfüllt,
das Wort macht deine Armut klein.

Bettler, sei nur nicht zu stolz,
lass dir Worte von uns geben.
Denn jedes Herz, das durch dich schmolz,
ist ein Stück - aus deinem Leben.

Verschenken kannst du, was ist dein,
reich, so reich ist doch dein Herz.
Erbettelst dir der Worte Schrein,
gefüllt mit Liebe, Leben, Freude, Scherz.


(© copyright by Michael Losert 2009)

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#2 RE: Bettler der Worte… von Josephine 09.11.2009 14:03

Lieber Micha,

so manch ein Wort hat einen armen reich gemacht
ein lächeln geschenkt
wieder ins Leben gelenkt

liebe Grüße Petra Josie

#3 RE: Bettler der Worte… von Amando Draconi 09.11.2009 21:57

#4 RE: Bettler der Worte… von bulky55 10.11.2009 08:13

Lieber Micha, wenn ich dran denke was der Auslöser zu diesem Gedicht war und was du dann letztendlich draus gemacht hast - da kann ich nur sagen

#5 RE: Bettler der Worte… von Amando Draconi 10.11.2009 08:42

Daaanke...


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