#1 Der letzte Regen von Amando Draconi 04.03.2010 08:02

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Wolken und auch Sonnenschein,
sind des blauen Himmels Zier.
Ich lieg im Gras, ich bin allein,
mal’ Wolkenbilder mir.

Als Kind sah Tiere ich da schweben,
Schafe, Fische, Kühe, Drachen.
Manche schienen gar zu leben,
Stundenlang konnt’ ich das machen.

Heut’, als Mann, schwinden die Bilder.
Selten nur kann ich sie sehen.
Die Wolken treiben nun viel wilder,
und stärk’re Winde wehen.

Die Fantasie, schwand mit den Jahren,
doch gestorben ist sie nicht.
Einen Rest konnt’ ich bewahren,
der Wolkentiere dort im Licht.

Die Wolken scheinen dunkler mir.
Schwer mit Sturm und Blitz geplagt.
Ein kühler Wind kommt auf, ich frier’,
die Wolkentiere sind verjagt.

Irgendwann zum letzten Mal,
werden die Wolken Regen tragen.
Und dann wird hier in meinem Tal,
zum letzten Mal der Wind mich jagen.

Der letzte Regen, fällt dann nieder,
doch steigt dann nie mehr auf.
Verstummen werden alte Lieder,
so ist des Schicksals Lauf.

Genießt schnell eure Fantasie,
malt Wolkentiere in die Welt.
Sonst seh’n sie eure Erben nie,
weil der letzte Regen fällt.






(© copyright by Michael Losert 2010)

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#2 RE: Der letzte Regen von bulky55 04.03.2010 08:40

Schwermütig, wieder so traurig - aber schön geschrieben !
Die Regenwolken werden aber schnell weggepustet - also zumindest die den letzten Regen bringen !!!!!!!

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