#1 Stunden der Ungewissheit / Alltagsrealität Text von Josephine 27.10.2010 11:14

Stunden der Ungewissheit

Wer kennt das nicht, da sausen die Gedanken hin und her. Nur ein Wort der Befreiung und du kannst dich zurücklehnen und dich mit dem auseinandersetzen was Fakt ist. Denn du hast etwas was du betrachten kannst.
Immer wieder fühlt sie diesen Schmerz in sich, geht zum Arzt um ihn abklären zu lassen. Eine Spezialuntersuchung soll nun ein weiterer Schritt sein um der Ursache näher zu kommen. So ging sie auch dieser nach. Die Stimmung war nicht gerade harmonisch, so dass sie aus ihrer Ruhe geholt wurde und Panik sich in ihr ausbreitete. Sie ist ja nun auch mal nur ein Mensch und wenn etwas unerwartete sich vor ihr ausbreitet muss auch sie sich erst wieder einpendeln das geschieht mit Ruhe und Fürsorge.
Danach wurde sie zum Notarzt geschickt, weil sie etwas unbedingt abklären wollten ohne es zu Erläutern worum es im Grunde geht. Es lässt einen nur erahnen mehr nicht. Viele Fragen bleiben unbeantwortet und es wurde darauf vertröstet, dass die Hausärztin dann mit ihr weitere Wege besprechen wird. Vier Stunden sind so ins Land gegangen bis wir unwissend nach Hause gehen durften.
Eine Nacht des Grauens erlebte sie und wurde früh morgens wach und fühlte allein aus Angst ihren Schmerz, den Tränen nah.
Sie wurde aufgerufen und konnte ihre Tränen nicht mehr unterdrücken sie waren zu erkennen, das ihr die Sorge im Gesicht stand. Ich versuchte ihr Halt zu geben ich stellte mich hinter ihr.
Nun begann die Ärztin den Druck von ihr abzubauen, sie war sehr feinfühlig. Besprach die Sache mit ihrem Herzen, was sie alles unternehmen wollen. Denn sie hatten etwas entdeckt und das wollten sie abgeklärt haben. So wird sie einem Kardeologen vorgestellt.
Nun mal ganz ehrlich kann man nicht hier den Schluss daraus ziehen das die Schmerzen die sie erleidet von dem Herzen kommt. Nein ganz nebenbei wird erwähnt dass sie Gallensteinchen hat. Kein Wort darüber das es Gallenkoliken waren, was sie durchlebte. Auf meine Nachfrage das mein Kind ja nun doch recht hat, das es die Galle war meinte sie nur wir wollen ihr ja Nichts unterstellen, jedoch das muss abgeklärt werden. Man wo sind die Menschen den hingelangt, können die nicht zwei Dinge vernünftig und in Ruhe mit einem Patienten klären und ihm aufklären. Diese Ungewissheit was nun den Schmerz ausgelöst hat ist ihr nicht beantwortet worden, ich denke sie setzen das voraus dass das ein 18 jähriges Mädchen weiß. Sie bekam beim verabschieden noch ein Blatt in die Hand damit sie sich orientieren kann, was die Galle nicht verträgt.
Manchmal geht man aus einer Begegnung heraus und schüttelt nur den Kopf. Wie leicht wäre es gewesen ihr die Zusammenhänge in kurzen Worten zu erklären oder liege ich da falsch oder verlange ich zu viel von dem Menschen den ich mir anvertrauen will. Habe ja selbst auch schon Situationen erlebt wo ich mich nicht wahrgenommen gefühlt habe.
Ich denke ich konnte sie ein wenig aufbauen und es aufklären nach meinem besten Wissen und Gewissen. Sie versucht zu lächeln, jedoch etwas bleibt haften, das was sie gefühlt und erlebt hat.

© 27.10.2010 Petra-Josephine

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