#1 Letzter Funke von Amando Draconi 15.02.2012 08:17

Eis bedeckt das stille Tal.
Erloschen, Feuer und die Glut.
Wie eines Schlosses weißer Saal,
in des Morgenlichtes Flut.

Kalt wie’s Leben ist die Welt,
erstarrt wie Menschenherzen.
Unter Gottes Himmelszelt,
bringt Kälte – heiße Schmerzen.

Feucht und nass, oh steife Glieder,
ihr merkt kaum mehr, dass ihr nichts fühlt.
Keine Wärme, niemals wieder,
selbst die Seele – ausgekühlt.

Und wieder fällt ganz ruhig der Schnee,
fällt auf die toten Feuerstellen.
Oh Mensch, oh Mensch, dein stilles Weh,
nichts kann dein Sinnen noch erhellen.

Der letzte Funke fast gestorben,
der letzte Mensch, quält sich und hustet.
Der letzte Ausweg bald verdorben,
weil keiner in die Glut mehr pustet.

Es erhebt sich kalter Wind.
Er will die letzte Glut vertreiben.
Der letzte Mensch der sie ersinnt,
will nicht gehen, will noch bleiben.

Liebe wirft er auf das Feuer,
wie Holz brennt sie nun hell.
Und das kalte Ungeheuer,
verliert die Macht ganz schnell.

Eis bedeckt das stille Tal.
Erwacht, das Feuer und die Glut.
Wie eines Schlosses weißer Saal,
in des Morgenlichtes Flut.



(©Copyright by Michael Losert - Amando, Ritter zur Altebur Draconi 2012)

#2 RE: Letzter Funke von Nduna 15.02.2012 12:40

Eine sehr bildreiche Schilderung einer kalten, düsteren Erlebenswelt.
Und wie sich alles wandeln könnte, wenn die Liebe auflodern darf ...

Gefällt mir sehr
LG Nduna

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