#1 Engel im Nebel von Amando Draconi 02.03.2012 08:21

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Um mein Haus ziehen die Schleier,
kein Windlein rühret sich.
Die Nacht sie hält die stille Feier,
als der Nebel küsset mich.

Warum, oh Liebe. Bist nicht hier.
Du könntest weg die Schleier treiben.
Doch nein, du bist ja nicht bei mir,
du konntest doch nicht bleiben.

Da fühle ich den leichten Hauch,
des Kusses auf der kalten Wange.
Das Kribbeln dort in meinem Bauch,
ich misste es so lange.

Ein Engel kam in dieser Nacht,
er soll mir von der Liebe sagen,
dass sie aus Windhauch ist gemacht.
Hab´ Angst, der Nebel könnte sie verjagen.

Zart wie Küsse sein Gesicht,
gütig und so sanft sein Lachen.
Seine Worte, wie Gedicht,
er will mir Hoffnung machen.

Bald werden die Nebel fliehen,
wie Wind die Liebe kommt zurück.
Und wenn die Schleier endlich ziehen,
kommt wieder her, dein großes Glück.

Auch sie, sie harrt dort in der Ferne,
sie harret deiner sanften Hand.
Auch für sie schwanden die Sterne,
in des dichten Nebels Band.

Meine Schwingen, sie vertreiben
die Nebel, wenn ich Heim nun fliege.
Nur die Liebe, sie wird bleiben,
sie feiert küssend ihre Siege.

Fort flog er mit mächt´gen Schwingen.
Sein Abschiedskuss war wie der Deine.
Und am Beginn von allen Dingen,
weiß ich nun, du bist die Meine.






(©Copyright by Michael Losert - Amando, Ritter zur Altebur Draconi 2012

#2 RE: Engel im Nebel von Christa 03.03.2012 16:35



zeilen voller sehnsucht

lgr. chris

#3 RE: Engel im Nebel von Amando Draconi 05.03.2012 17:55

<danke für die lieben Kommentare. Es fiel mir ein, als meine Freundin nach Hause fuhr. Sie verschwand im dichten Nebel

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